Eine Vision erklärt


Was bedeutet eine Welt eine Menschheit genau?

Die drängenden Herausforderungen unserer Zeit (die Klimakrise und die Zerstörung unserer Lebensbedingungen, die wachsenden sozialen Ungleichheiten und die Kriege in ihren neuen Formen) verlangen nach einer wirksamen Antwort der Menschheit.

Die Entfaltung eines Wir-Bewusstseins ist die historische Aufgabe der Menschheit insgesamt. Für jeden einzelnen Menschen ist dieses Wir-Bewusstsein die Grundlage, um für die gemeinsame Zukunft handeln zu können.

1.    Die Tatsachen der realen Welt sind der Grundstein, die niemand leugnen kann
1.1 Die globalisierte Weltgemeinschaft, die Menschheit als Ganzes hat den Klimawandel verursacht.

1.2. Nur die Weltgemeinschaft insgesamt kann diese enorme Herausforderung lösen.

1.3 Die Menschheit als Ganzes verfügt über ein enormes geistiges, technologisches und organisatorisches Potenzial. Dieses Potenzial muss jetzt genutzt werden, um die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu beenden und die Ressourcen der Erde zu erhalten.
 1.4 Den meisten Menschen ist schon bewusst, dass wir etwas für das Klima tun müssen und dass dies die ganze Menschheit betrifft. Darin liegt ein Kraftpotential.
1.5 Soweit Menschen trotz der Einsicht in diese Notwendigkeit sich nicht für den Klimaschutz aussprechen, müssen die Hintergründe ihrer Widerstände verstanden werden, damit sie aufgegeben werden können.

2. Kriterien für die Wir-Initiative
2.1 Die Initiative soll eine einfache überzeugende Basisargumentation haben, damit viele Menschen sich damit identifizieren können. 
2.2 Die Initiative soll möglichst allen Menschen eine Orientierung für das eigene Handeln geben können und zugleich das Handeln in der Politik überprüfen können.
2.3 Sie soll die Tür zu einem freien Feld des persönlichen Engagements öffnen, durch die jeder gehen kann.
2.4 Sie soll auf jeglichen psychologischen Druck verzichten, sondern aus der Kraft der Argumente leben. Eine Diskriminierung von Personen oder Gruppen findet nicht statt.
2.5 Sie darf nicht neue Gräben aufreißen und Konflikte und Kriege hervorbringen oder verschärfen. 
2.6 Sie soll mehrheitsfähig sein und damit geeignet sein, die demokratische Machtfrage zu stellen.
2.7 Sie muss mit positiven Gefühlen in Verbindung gebracht werden, so dass die Menschen sie begeistert unterstützen.
Die hier umrissene Wir-Initiative versucht diese Kriterien zu erfüllen.

3. Das neurobiologische Hintergrundwissen für das Wir-Bewusstsein

3.1 Das menschliche Bewusstsein ist ein Ich-Bewusstsein. Alles, was für eine Person im Leben wichtig ist, wird vom Nervensystem danach abgecheckt, was es für diese Person positiv oder negativ bedeutet.  
3.2 Zugleich ist in jedem Menschen, evolutionär gesehen, die Notwendigkeit von einem „Wir“ verankert, da wir als Individuum allein nicht lebensfähig sind. Bei einem erlebten „Wir“ reagiert das Nervensystem entsprechend positiv. Einfach ausgedrückt: Wir fühlen uns in einer guten Gemeinschaft wohl.
3.3  Das Wir-Bewusstsein entsteht im Individuum. Es bekommt jedoch die Impulse für seine Entwicklung durch gemeinsames Handeln. Es wird gestärkt durch die positiven Gefühle bei echter Kooperation.
3.4  Bisher war das stammesgeschichtliche Wir-Empfinden auf Gruppen, abgrenzend zu anderen, bezogen. Denn die Gefahr drohte von anderen Gruppen.
3.5  Jetzt bedroht die Gefahr vom Klimawandel die ganze Menschheit. Es wird für niemanden einen sicheren Ort auf der Erde geben, weil die Entwicklungen nicht vorher zu sehen sind. Also muss unsere Wir-Kompetenz die Tür für alle Menschen öffnen. 
3.6 Jede Person und jede Gruppe, Region oder Nation behält die Freiheit und die Verantwortung, das zu tun was ihm oder ihr möglich erscheint. Eine Ausgrenzung erzeugt nur Blockaden.

3.7 Wir haben die Verantwortung für die ganze Welt und die ganze Menschheit, nicht aus moralischen Gründen, sondern weil jeder Mensch und jeder Nation als Teil vom Ganzen alles mit seinem Handeln beeinflusst. 

3.8 Wir können es uns nicht erlauben, Veränderungen einseitig zu Lasten von einzelnen Teilen der Weltbevölkerung vorzunehmen.
3.9 Wir können uns in diesem Umgestaltungsprozess auf das in uns schon vorhandene Wir-Empfinden stützen und damit auch die enormen positiven Kräfte einer guten Kooperation freisetzen. Das Wir-Erleben ist immer eine wesentliche neurobiologische Grundlage für ein befriedigendes Leben.

4.     Zur Entfaltung des Wir-Bewusstseins
4.1  Das neue universelle Wir-Bewusstsein beinhaltet, dass alle Menschen eine Perspektive für ihr Leben bekommen.
4.2  Diese sichere Perspektive für jeden Menschen kann von Gruppen, Regionen, Staaten nur umgesetzt werden, wenn für die notwendige Umgestaltung Mehrheiten einstehen.
4.3  Es gibt keine andere Instanz als die demokratische Mehrheit in einer Wir-Organisation, die legitimiert ist festzulegen, was unter Wir-Handeln zu fassen ist.
4.4  Solange noch keine Mehrheiten für gesellschaftsrelevante Beschlüsse bestehen, kann das Wir-Bewusstsein sich nur durch vorbildliches Handeln verbreiten.
4.5  Das Vertrauen der Menschen in das Wir-Handeln besteht nur, wenn die Zwischenschritte die Perspektive der gemeinschaftlichen Lösung aufzeigen und die Akteure glaubwürdig sind.

4.6 Das Wir-Bewusstsein ermöglicht die aktive Beteiligung der Menschen an dem Prozess entsprechend den Kräften und Möglichkeiten des Einzelnen. Es gibt keine Wir-Politik, die andere für uns machen können, wollen oder sollen. Jeder Mensch hat Fähigkeiten, die für den Wir-Prozess nützlich sind.
4.7  Gegen persönliche Vorteilssuche unter dem Deckmantel des Wir zu Lasten der Gemeinschaft, der Erde und des Klimas sind Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
4.8 Die Akteure der Wir-Initiative gehen auf eine offene Weise mit der Vielfalt der Ideen um, dass sie selbst ein „Wir“ bilden und sich daran erfreuen. Alle werden eingeladen, dies zu erweitern und sich an der Gemeinschaft zu erfreuen.

5. Die Stärke einer gesellschaftlichen Wir-Initiative„Eine Welt – eine Menschheit“
5.1  Die Wir-Initiative muss niemandem von der Notwendigkeit des Wir-Denkens überzeugen, weil die Wir-Orientierung neurobiologisch in jedem Menschen sowieso schon verankert ist.

5.2   Gegner der Wir-Initiative können sich kaum direkt gegen das Wir-Bewusstsein aussprechen. Niemand erreicht andere Menschen, wenn er erkennbar nur seine Separatinteressen vertritt. Deshalb verkleiden sich Separatinteressen oft als Wir-Interessen. 
5.3 Es müssen nicht sofort alle Menschen angesprochen werden. Es reicht, dass die Mehrheit das Wir-Bewusstsein als zutreffend erkennt und entsprechend handelt. Wenn Zweifler die Fortschritte in der Mitmenschlichkeit und im Klimaschutz sehen, dann werden auch sie früher oder später ihre Widerstände gegen das Wir-Bewusstsein aufgeben.
5.4 Niemand kann die Geschwindigkeit tiefgreifender Veränderungen vorhersagen. Bewusstseinsprozesse geschehen sprunghaft, wie die FridaysforFuture bewiesen haben. Es gibt keine Alternative für einen schnelleren Prozess des Klimaschutzes als das Bewusstwerden der Tatsachen.
5.5 Das Wir-Bewusstsein setzt sich aus der Vielfalt aller Menschen zusammen und ist keine Vorgabe von irgendeiner Autorität. Die Entfaltung der individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten ist notwendig.

5.6 Nur die Versuche, weiter auf Kosten anderer, der Erde und des Klimas zu leben, werden beschnitten. Jede Gemeinschaft schützt sich dagegen, geschädigt oder missbraucht zu werden.
5.7 Die Wir-Initiative basiert streng wissenschaftlich auf der Tatsache der universellen Verbundenheit und der globalen Verantwortung für das menschliche Leben auf der Erde.
5.8  Mit der Entfaltung des Wir-Bewusstseins verändert sich das Wirtschaftssystem im Rahmen der Umsetzung konkreter Maßnahmen in eine kooperative Weltgemeinschaft.

5.9 Die Wir-Initiative hat das Potential, weltweit viele Menschen begeistert zusammen zu bringen und damit die FridaysforFuture in der zentralen Frage der Bewusstseinsbildung zu stärken.

6. Mögliche politische Eckpunkte eines Wir-Bewusstseins

Einleitung: Für die politischen Entscheidungsprozesse braucht es ein mehrheitsfähiges Grundverständnis davon, welches die Eckpunkte des gesellschaftlichen Handelns für die Bewältigung/Linderung der dramatischen Situation sind. 6.1 Die Grundbedürfnisse der Menschen (Ernährung, Wohnen, Kleidung) müssen vorrangig gesichert werden. 
6.2 Die Verschwendung von Ressourcen muss beendet werden. Der unvermeidliche Ressourcenverbrauch ist mit größter Sorgfalt nachhaltig vorzunehmen.
6.3  Die Ausbeutung von Menschen und Natur für Vorteile einzelner Personen und Gruppen wird nicht mehr akzeptiert. Wirtschaftliche Tätigkeit muss der Menschheit dienen und das Klima soweit wie möglich schonen.
6.4 Mitarbeiter von Verwaltungen und Unternehmen, die Verstöße aufdecken, dürfen keine Nachteile davon haben und werden geschützt.

6.5 Bürokratische Hemmnisse, die die Menschen bevormunden und spalten, sind abzubauen. Die Menschen brauchen größtmögliche Freiheit, um ihr Lebensumfeld im Wir-Bewusstsein gestalten zu können.  

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